Stottern und Poltern
Unter Stottern versteht man Unterbrechungen des flüssigen Sprechens durch entsprechend häufige stumme oder stimmhafte Blockierungen oder durch Wiederholungen von Lauten, Silben, Wörtern oder Floskeln.
Als die entscheidenden Symptome und Hinweise auf eine tatsächlich stotternde Sprechweise gelten Bemühungen die unter großer Anstrengung geschehen, eindeutige Stotterzeichen zu unterdrücken oder zu vermeiden.
Bei Kindern gibt es eine kurze Phase der unsicheren Silben- und Wortfolge, die mehr oder weniger auffällig durchlaufen, und meist auch wieder verlassen wird.
Wenn Sie unsicher sind, ob die beobachteten Unflüssigkeiten noch als normal gelten, oder wenn der Betroffene die Sprechweise bereits selbst als Makel erlebt, sollte unbedingt eine logopädische Abklärung erfolgen.
Beim Poltern handelt es sich um eine Störung der Sprach- und Sprechverarbeitung, die zu schnellem, unrhythmischem, sporadisch unorganisiertem und häufig unverständlichem Sprechen führt.
Es handelt sich um eine Sprachgestaltungsschwäche, wobei auch ein Missverhältnis zwischen der Geschwindigkeit der Gedankenfolge und der Sprechgeschwindigkeit Auslöser sein kann.
Die wichtigsten Symptome des Polterns sind ein schnelles, überstürztes Sprechtempo und dadurch auftretende sprachliche Veränderungen auf phonetischer Ebene. Die Kombination mit einer Lese- Rechtschreibschwäche ist ebenfalls möglich.
Außerdem kann Poltern aber auch lediglich als Unsicherheit oder Unruhe beim Sprechen in Erscheinung treten.